Kochen mit Kindern: Wie gestalte ich eine Familienküche?

Kochen mit Kindern: Wie gestalte ich eine Familienküche?

Sind einmal Kinder im Haus, wachsen die Anforderungen an eine Küche plötzlich. Doch was ist bei der Planung einer gut funktionierenden Familienküche zu beachten und mit welchen kleinen Tricks schaffst du genug Platz zum Kochen mit Kindern?

Lies weiter und wir verraten dir die wichtigsten Aspekte bei der Gestaltung deiner neuen Familienküche!

Du bist zwar noch jung aber der Gedanke an eigene Kinder hat sich schon das ein oder andere Mal in deinen Kopf geschlichen? Wenn du eine komplett neue Küche planst, ist es nicht verkehrt, die Möglichkeit des Nachwuchses mitzudenken. Gestalte deine Küche von Beginn an so, dass du viel zusätzlichen Stauraum und Abstellflächen zur Verfügung hast. Denn kommen einmal Babyflaschen, unaufgeräumtes Geschirr und Kinderchaos hinzu, hast du dir so einen Vorsprung gesichert und musst deine Küche nicht aufwendig (und kostspielig) umplanen.

Auch wenn die Familienplanung bereits konkret ist oder im neuen Haus in der Küche mehr Platz zum Leben und Arbeiten für die ganze Familie geschaffen werden soll: Die Familienküche bietet bei der richtigen Planung unzählige Möglichkeiten und Entfaltungsraum für die ganze Familie.

 

Familienküche großzügig planen

Womit wir auch schon beim wichtigsten Punkt wären, wenn es um die Frage geht, was es in einer Familienküche vor allem braucht: Viel Platz!

Nicht nur ausreichend Stauraum sollte in den Küchenschränken zur Verfügung stehen, auch der Platz zwischen den Möbeln, auf der Arbeitsplatte und am Esstisch sollte möglichst großzügig gestaltet werden.

Das A und O ist dabei eine gute Raumaufteilung, die sowohl großzügige Arbeitsflächen zulässt und gleichzeitig möglichst kurze Laufwege im sogenannten operativen Dreieck vorsieht (Vorbereiten, Kochen, Spülen). In vielen Fällen ist hierfür eine Kücheninsel besonders geeignet. Sie braucht allerdings einen ausreichend großen Raum und bietet sich vor allem an, wenn es sich um eine offene Küche handelt, die in einen großzügigeren Essbereich oder den Wohnraum übergeht.

Für kleinere Räume sind vor allem Küchen in L-Form oder sogar U-Form besonders geeignet. Diese bieten besonders viel Platz für Schränke und umlaufende Arbeitsplatten, die dir Spielraum lassen auch wenn es hektisch wird.

Generell eint vor allem der Platzbedarf alle Familienküchen. Wenn es jedoch um Nutzung und Stil geht, sind die Bedürfnisse jeder Familie unterschiedlich und die Familienküche sollte dementsprechend individuell darauf angepasst werden.

Tipp: Sind die Kinder schon groß genug, ihre eigenen Bedürfnisse zu formulieren? Dann solltest du ihnen auch die Gelegenheit dazu geben. Immerhin soll die neue Familienküche für Alle gleichermaßen geeignet sein und Kinder haben oft tolle Ideen, wie Räume lebenswerter und praktischer gestaltet werden können.

One-Man-Show oder Kochen mit Kindern?

Je größer die Kinder werden, desto mehr wollen sie eingebunden sein. Wenn du deine Küche so planst, dass die Kinder beim Vorbereiten, Kochen und Backen helfen können, tust du auch deinen Nerven etwas Gutes. Denn die Kleinen sind so beschäftigt und brauchen keine Extra- Aufmerksamkeit.

Das bedeutet jedoch auch, dass die Küche so gestaltet sein muss, dass die Kinder an der Küchenarbeit mitwirken können. Hier hilft in vielen Fällen schon ein einfacher Hocker, der die Kleinen auf die Höhe der Arbeitsplatte befördert.

 

Organisation vs. Chaos

In einer viel genutzten Familienküche kann es ganz schnell ziemlich chaotisch werden. Kochgeschirr und Teller vom Mittagessen sind noch nicht weggeräumt, ebenso wenig alle Einkäufe vom Vormittag, jetzt hat der Große seine Hausaufgaben auf dem Tisch ausgebreitet und der Boden ist zum Abenteuerspielplatz für Herrn Zitronenpresse und Frau Teesieb geworden...

Es ist nicht immer einfach, in der Familienküche Ordnung zu halten, daher ein paar Tricks, wie ihr euch die Arbeit zumindest nicht schwerer macht als nötig:

  • Küchenhelfer sollte in den Schränken und Schubladen ihren festen Platz haben, so dass immer alle wissen, wo sie was finden.
  • Einsätze für Schränke und Schubladen helfen, dass alle Küchenutensilien mit einem Griff zur Hand sind. Langes Schieben und Suchen in tiefen Schränken kann oft der letzte Tropfen sein, der die Schale deiner Geduld zum Überlaufen bringt.
  • Viel genutzte Gegenstände sollten so platziert werden, dass sie besonders schnell greifbar sind. Handelt es sich nicht um Messer und andere Küchenhelfer mit Gefahrenpotenzial für die Kleinen, kannst du diese am besten in den Unterschränke platzieren, die für die Kinder auch erreichbar sind. So kannst du sie zum Mithelfen animieren, sie sind gleichzeitig beschäftigt und lernen Verantwortung in der Hausarbeit zu übernehmen.
  • Ein großes Spülbecken sollte unbedingt Teil jeder Familienküche sein. Es erleichtert nicht nur das Abspülen großer Pfannen, Bleche und Töpfe, sondern bietet auch mehr Platz zum Spülen und Vorbereiten.
  • Verwende möglichst pflegeleichte Materialien für alle Küchenelemente und insbesondere die Küchenarbeitsplatte. Leicht zu reinigende und hygienische Oberflächen sind langfristig gesehen eine große Zeitersparnis.
  • Und zu guter Letzt: Ruhe bewahren und von Perfektion Abstand nehmen. In einem Leben mit Kindern ist es schlichtweg nicht möglich, immer in einem perfekt aufgeräumten Haushalt zu sitzen. Kinder müssen sich auch ausbreiten können. Vereinbare mit ihnen am besten vorab schon einen Zeitpunkt, zu dem sie dann beim Aufräumen des gemeinsamen Chaos helfen.

 

Sicher Kochen für die Familie

Das Thema Sicherheit ist vor allem in Familienküchen mit Kleinkindern mitzudenken. Doch wie gelingt das Kochen mit Kindern ohne seine Augen stets überall haben zu müssen, damit die Kleinen sich nicht verletzen?

Sichere Elektrogeräte für die Familienküche

Die größte Gefahrenquelle bietet die Kochstelle, Herd und Backofen. Bei einem Elektroherd ist die erste Wahl hier ein Induktionsherd, denn dieser erhitzt nur die Töpfe, die Kochstelle selbst bleibt relativ kalt.

Backöfen und Dampfgarer werden heute oft auf Augenhöhe eingebaut. Dies verhindert nicht nur das Öffnen der Backofentür durch die Kleinen, sondern schont auch den Rücken der Großen.

Viele Hersteller von Elektrogeräten bieten heute auch Modelle mit versteckten oder eingelassenen Bedienelementen an. Bei einem Geschirrspüler zum Beispiel an der inneren Oberkante der Tür und beim Herd mit versenkten Drehknöpfen, die erst entsichert werden müssen. So minimierst du Gefahren: Kinder können schwieriger unbeaufsichtigt mit den Elektrogeräten spielen oder versehentlich die Geräte ein- oder ausschalten.

Schneiden und Kanten

Messer und alle potenziell für Verletzungen sorgende Geräte sollten in Schränken und Schubladen aufbewahrt werden, die für die Kinder unzugänglich sind oder mit einer entsprechenden Kindersicherung gesichert sind (Schubladensperren).

Auch spitze Ecken und Kanten können eine Gefahrenquelle darstellen, insbesondere, wenn es mal stürmischer wird. Eine abgerundete Holzarbeitsplatte bietet zum Beispiel weniger Verletzungsgefahr als eine Arbeitsplatte aus Naturstein mit spitzen Ecken.

Dennoch kann natürlich nicht jedes Detail der Familienküche 100% kindersicher gestaltet werden, immerhin spielen Ästhetik und Aufenthaltsqualität auch eine Rolle, insbesondere, wenn es sich um eine Wohnküche handelt.

Neugierigen Kinderhänden zuvor kommen

Die Neugier der Kinder sollte niemals unterschätzt werden. Und ab einem bestimmten Alter werden sich die Kinder ohnehin überall selbst bedienen.

Ein weiteres praktisches Detail für ein wenig mehr Sicherheit in der Familienküche sind daher Softeinzüge für Schränke und Schubladen. So wird das Risiko, dass ein kleiner Finger eingeklemmt wird, deutlich geringer.

Außerdem ist es hilfreich, die Arbeitsplatte immer möglichst aufgeräumt und leer zu halten. Heranwachsende ziehen gerne den nächsten griffbereiten Gegenstand von der Arbeitsplatte, auch wenn sie gar nicht sehen können, um was es sich handelt. Wenn das dann der gerade benutzte Wasserkocher oder ein liegen gelassenen Obstmesser ist, ist der erste Unfall vorprogrammiert.

 

Die Familienküche als Kreativ- und Kommunikationsraum

Bei allen Sicherheitsmaßnahmen sollte natürlich nicht vergessen werden, wofür dir Familienküche eigentlich da ist. Das gemeinsame und kreative Kochen mit Kindern, das entspannte Familienessen, die gemeinsame Zeit während du das neuste Familienrezept ausprobierst und die Kinder in ihrer Ecke spielen.

Austausch und Kommunikation sind gerade in viel beschäftigten Familien wertvoll und eine gut geplante Familienküche kann helfen, diese anzuregen. Hier ein paar Ideen:

  • Die Spielecke hilft dir, das Kochen für die Kinder entspannt angehen zu können. Auch in kleineren Küchen sollte zumindest eine kleine Ecke für die Kinder reserviert werden, so dass du bei der Hausarbeit nicht mit einem Ohr ins Nebenzimmer horchen musst.
  • Magnetwände oder Tafelwände für sind ein tolles Medium, um die neusten Kinderzeichnungen zu zeigen, Termine und Stundenpläne zu organisieren und Einkaufslisten und kleine Nachrichten zu schreiben. Besonders wenn du eine ganze Wand so gestaltest, haben alle Platz - oben halten die Großen ihren Familienalltag geplant, unten können sich die Kleinen mit Kreide austoben.
  • Eine Kücheninsel ist optimal für das Kochen mit Kindern. Sie bietet ausreichend Platz, um gemeinsam an Plätzchen oder dem Abendessen zu arbeiten oder du behältst die Kleinen im Blick, während du auf der einen Seite kochst und auf der anderen Seite ein neues Meisterwerk geschaffen wird.
  • Ein großer Esstisch bietet nicht nur für das gemeinsame Familienessen Platz, sondern auch für die Hausaufgaben, Knetmännchen und die Vorbereitung des Obstsalates.

 

Natürlich gibt es noch viel mehr tolle Tipps und Tricks, wie man Kinder und die Hausarbeit reibungsloser unter einen Hut bringt - im kritischen Moment funktionieren sie dann jedoch alle nicht. Daher heißt es auch in der Familienküche: Ruhe bewahren, allen eine Pause gönnen und das Beste draus machen.

Wenn du mehr Tipps rund um die Gestaltung deiner neuen Küche suchst, schau dich doch mal in unserem Blog um.

 

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