Küchenelemente: Küchenschrank & Korpus

Küchenelemente: Küchenschrank & Korpus

Der Umfang und die Planung der Küchenelemente hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab: wie du deine Küche nutzt und den Küchenmaßen. Dank cleverer Planung der Küchenschränke und vieler praktischer Ideen zur Organisation deiner Küchenschränke ist jedoch einiges möglich, wenn es um die optimale Planung der Elemente in deiner Küche geht.

Welche verschiedenen Typen von Küchenschränken es gibt, was die unabänderlichen Fixpunkte sind und was es außerdem noch zu beachten gibt bei der Planung der Küchenelemente verraten wir dir in diesem Blog-Artikel.

 

Der Küchenschrank: Raumwunder und Ordnungselement

Letztlich dient der Küchenschrank vor allem der Aufbewahrung von Geschirr, Lebensmitteln und Kochutensilien. Für jeden Bedarf gibt es dabei unterschiedlich große und kleine Küchenschränke, die sich dem Küchenraum anpassen lassen.

In der Regel bilden die verschiedenen Küchenschranke zusammen ein Ganzes. Dabei kann entweder eine einheitliche Front für alle Küchenelemente gewählt werden oder einzelne Küchenschränke optisch durch andere Materialien oder Farben hervorgehoben werden.

Die Typologie der Küchenschränke umfasst verschiedene Schrank-Typen:

  • Oberschränke, entweder als Hängeschrank oder Aufsatzschrank
  • Unterschränke
  • Eckschränke
  • Hochschränke
  • Apothekerschränke, Küchenkommoden, Anrichten und Buffets

 

Die Vielfalt der Küchenelemente

Küchenelemente gibt es in allen möglichen Breiten, Stilen und aus diversen Materialien. Ob als Schubladenschränke oder Küchenschrank mit Türen, einen großen Teil deiner Küchenelemente solltest du als geschlossene Elemente planen. Offene Regale haben zwar ihren Reiz, aber zwei erhebliche Nachteile:

  1. Gerade wenig genutzte Küchenutensilien fangen schnell Staub.
  2. Ein wenig Unordnung auf dem Regal und deine Küche wirkt schnell unruhig und unaufgeräumt.

Offene Regale bieten sich daher vor allem als bewusst gesetzte Stilmittel an, die eher Dekorationscharakter haben und nicht deine komplette Küchenausstattung beherbergen sollten.

Bei geschlossenen Schränken lassen sich die Türen in der Regel flexibel links oder rechts anbringen, Oberschränke haben oft auch Klappen, die sich nach oben öffnen.

Standardmaße von Küchenschränken

Hersteller von Küchenschränken bieten diese in der Regel in einheitlichen Maßen an. In eventuell entstehende Lücken werden meistens Blenden gesetzt, sofern der Zwischenraum nicht anders genutzt werden kann.

Küchenunterschränke sowie Küchenoberschränke sind meistens in 30, 40, 45, 50, 60, 80, 90, 100 und 120 Zentimeter Breite erhältlich, einige Anbieter haben auch Zwischengrößen im Angebot. Hochschränke gibt es in der Regel nur bis 60 Zentimeter Breite.

Die Tiefe der Küchenschränke ist häufig variabel, dabei sind 40, 60 und 80 Zentimeter die gängigsten Maße.

 

Küchenelemente richtig planen

Bei der Küchenplanung gibt es unglaublich viele Optionen, doch auch einige feste Vorgaben, wie etwa der Herd- oder Wasseranschluss, die du berücksichtigen musst. Folgende Fragen solltest du dir beantworten bevor es an die Verteilung der Küchenschränke geht:

  • Wo liegt der Wasseranschluss für Spülbecken und Küchenarmatur?
  • Wird an meinen Wasseranschluss in der Küche auch ein Geschirrspüler und eventuell sogar eine Waschmaschine angeschlossen? (Zu- und Ablauf dürfen aufgrund des nötigen Drucks in der Regel nicht zu weit vom Anschluss liegen.)
  • Wo ist der Stromanschluss für den Herd und wie weit kann der Anschluss nach rechts oder links verlegt werden? (Hierzu am besten einen Elektriker befragen!)
  • Sind Kochfeld und Ofen zwei getrennte Geräte oder eines?
  • Wie groß und wie hoch soll die Arbeitsfläche sein?
  • Welche weiteren Geräte sollen in der Küche Platz finden, z.B. Mikrowelle, Kaffeemaschine, Mixer? Bleiben diese dauerhaft neben einer Steckdose stehen oder werden sie nur bei Gebrauch aus dem Küchenschrank geholt?
  • Wie viel Platz benötigen Kühlschrank und Gefrierschrank und wie platziere ich diese richtig auch unter Aspekten der Energieeffizienz?
  • Sollen meine Küchengeräte frei stehen oder werden es Einbaugeräte?
  • Wie viel Platz für Aufbewahrung von Geschirr, Lebensmitteln und anderem wird mindestens benötigt?
  • Habe ich besonders viele große Küchenutensilien, die entsprechend viel Raum in den Schänken einnehmen?

Tipp: Wenn du dir einen Grundriss deiner Küche zeichnest und dort die Geräte an der richtigen Stelle markierst, ergibt sich meist schon ein ganz gutes Bild davon, welche Küchenschränke in welchen Maßen dazwischen ihren Platz finden.

 

Jeder Küchenschrank hat seinen Zweck

Unterschränke bilden das Fundament einer Küche, den sogenannten Küchenkorpus. Neben dem großzügigen Stauraum, den du in den Unterschränke schaffst, hat der Korpus der Küchenschränke aber noch eine andere Funktion: Auf dem Küchenkorpus wird die Arbeitsplatte befestigt.

Bei der Wahl deiner Unterschränke solltest du dir also schon Gedanken darüber gemacht haben, welches Material deine Arbeitsplatte haben wird. Denn schwere Materialien, wie etwa bei einer Küchenarbeitsplatte aus Granit, anderen Natursteinen oder Beton, brauchen besonders robuste Korpusse. Dies gilt insbesondere, wenn du eine große Kücheninsel mit einer extravaganten Arbeitsplatte aus Marmor oder ähnlichem planst.

In den Küchenunterschränke werden außerdem meistens die schweren Utensilien verstaut. So entgehst du nicht nur der Gefahr, dass Hängeschränke bei unzureichender Befestigung herunterfallen, sondern auch, dass dir schwere Küchenutensilien entgleiten und Schäden anrichten.

Ein besonderes Element in der Küche ist der Spülunterschrank, in dem traditionell Putzmittel und ähnliches aufbewahrt wird. Hier wird oft viel Raum verschenkt, mit einigen cleveren Ordnungshelfern nutzt du den Platz unter dem Spülbecken optimal aus.

Die Oberschränke eignen sich für die leichteren Gebrauchsgegenstände sowie für Dinge, die täglich gebraucht werden und daher im Stehen leicht erreichbar sein sollten, wie zum Beispiel die Lebensmittelvorräte.

 

Das Innenleben deines Küchenschranks

In deinen Küchenschränken finden Teller, Tassen, Besteck und Töpfe ebenso Platz wie deine Küchengeräte und Vorräte. Das Wichtigste ist natürlich, dass genügend Stauraum für alles eingeplant wurde. Doch auch die Planung der Küchenelemente von innen kann eine Herausforderung sein.

Was das Innenleben deiner Küchenschränke angeht, gibt es großen Spielraum und mittlerweile ein ganzes Heer an praktischen Ordnungshelfern. Die minimalistische und günstigste Lösung ist es, alle Küchenelemente als Schrank zu planen und mit Zwischenbrettern auszustatten. Wer es ein wenig komfortabler haben möchte und auch bei kleinen Gegenständen und Lebensmitteln immer den optimalen Überblick haben möchte, muss ein wenig tiefer in die Tasche greifen.

Schubladenschränke und Küchenkommoden sind optimal hierfür: einfach Schublade aufziehen und schon lässt sich von oben jedes beliebige Utensil herausnehmen. Andere Alternativen für Küchenschränke, die dir das Leben erleichtern, sind ausziehbare Elemente oder ein Drehkarussell für den Eckschrank.

Klappern sollten nur die Töpfe beim Kochen

Einzugsdämpfungen sind heute bei modernen Küchen der Standard. So entfallen die Geräusche von zuschlagenden Klappen und Türen. Das schont nicht nur deine Nerven, sondern auch das Material und du hast lange Freude an deinen Küchenelementen.

Neben dem traditionellen Griff gibt es auch mechanische Varianten, die das Öffnen der Küchenschränke kinderleicht machen und dir obendrein ebenmäßige Küchenfronten bescheren. Diese Option ist vor allem auch für Familien interessant, den an hervorstehenden Knäufen und Griffen stößt sich der Nachwuchs gerne mal den Kopf.

 

Küchenelemente als Designobjekt

Natürlich sind die Küchenelemente nicht nur praktischer Stauraum, sondern auch ästhetisches Gestaltungselement in deiner Küche. Die Küchenschränke sorgen für Struktur und prägen das Erscheinungsbild deiner Küche. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, doch insbesondere in einer Wohnküche sollte man drauf achten, dass die Küchenfronten zu deinem Einrichtungsstil und dem Rest des Raumes passen.

Sollen es Küchenschränke in grifflosem Design sein oder setzt du die Griffe als Gestaltungselement ein? Planst du matte oder glänzende Küchenfronten oder sogar extravagante Fronten aus Metall, in Naturstein- oder Beton-Optik? Versteckst du lieber das Chaos in deinem Küchenschrank oder setzt du dein Geschirr mit Glastüren in Szene? Werden sich die Fronten deiner Küchenschränke farblich an Wänden und Boden orientieren oder möchtest du farbliche Akzente setzen?

Im Hinblick auf die Gestaltung der Fronten sind deiner Phantasie fast keine Grenzen gesetzt, es lohnt sich also, alle Möglichkeiten gegebenenfalls mit einem Küchenplaner zu besprechen.

 

In unserem Online Küchenplanungs-Tool findest du erste Hilfestellungen, wie du deine Küchenelemente planst und erhältst unverbindliche Angebote von unseren Partnern.

 

Foto © Häcker Küchen GmbH & Co. KG 2018

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