Um an heißen Tagen Schatten zu spenden und bei Regen Schutz für dich und deine Küchenausstattung zu bieten, kommen für eine Outdoorküche im Garten oder auf der Terrasse verschiedene Dachformen und Materialien infrage. Welche Bauart sich eignet, hängt vom Standort und der Ausstattung deiner Küche ab. DeinKuechenplaner.de zeigt dir, worauf du bei der Planung achten solltest.
Das Dach nach Licht und Wetterschutz auswählen
Überlege bei der Planung des Daches für deine Outdoor-Küche zuerst, ob dauerhafter Regenschutz erforderlich ist, oder ob es vor allem darum geht, gegen direkte Sonneneinstrahlung abzuschirmen. Bei einem Lamellendach ermöglichen es drehbare Lamellen, den Lichteinfall gezielt zu verändern. Im geschlossenen Zustand können viele Modelle das Regenwasser in integrierte Rinnen abführen.
Ein festes Glasdach lässt viel Tageslicht durch, an sonnigen Standorten sollte aber bei Bedarf für eine zusätzliche Verschattung gesorgt werden können.
Eine Gelenkmarkise lässt sich vollständig einfahren, ist jedoch nicht automatisch als dauerhafter Regenschutz geeignet.
Kann der Grill unter der Überdachung betrieben werden?
Ein wetterfestes Dach macht den Platz darunter noch nicht zum geeigneten Grillstandort. Prüfe vor dem Kauf die Geräteanleitung: Sie legt Abstände zu brennbaren Materialien fest und kann den Betrieb unter Überdachungen ausschließen. So darf ein Holzkohlegrill wegen der Kohlenmonoxidgefahr auf keinen Fall in einem geschlossenen Raum betrieben werden. Auch die Vorgaben des Dachherstellers müssen eingehalten werden. Geöffnete Lamellen lösen das Problem oft nicht.
Ein Grill, der nicht unter der Überdachung betrieben werden darf, gehört auf eine geeignete freie Fläche. Wenn diese sich in der Nähe des überdachten Teils der Outdoor-Küche befindet, können die Vorbereitung und das Anrichten des Grillguts trotzdem unter dem Dach stattfinden.
Arbeitsflächen und Laufwege gemeinsam planen
Die Dachfläche sollte über die Stellfläche der Küchenschränke hinausreichen. Schließlich stehst du beim Schneiden vor der Arbeitsplatte und brauchst Platz zum Öffnen von Türen und Auszügen. Prüfe bei der Planung anhand eines Grundrisses, in den auch die Möbel und die Dachpfosten eingezeichnet sind, ob:
- der Weg zwischen Haustür, Arbeitsfläche und Esstisch frei bleibt.
- sich alle Türen trotz der Pfosten vollständig öffnen lassen.
- die Standfläche vor der Arbeitsplatte sich vollständig unter dem Dach befindet.
- der Abfallbehälter vom Arbeitsplatz aus gut erreichbar ist, ohne den Weg zum Esstisch zu kreuzen.
Die Wetterseite schränkt den Schutz ein
Regen fällt bei Wind schräg unter offene Dachränder. Stelle empfindliche Geräte und Vorräte deshalb nicht unmittelbar an die Wetterseite. Ein Dachüberstand kann den Einfall von Regen verringern, ersetzt aber keine wettergeeigneten Küchenmöbel. Auch geschützte Schränke sind draußen Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen ausgesetzt.
Je nachdem, wie die Sonne zu den üblichen Kochzeiten steht, kann eine seitliche Beschattung erforderlich sein. Ob ein mobiler Sichtschutz aus Holz, Rollos, eine Hecke, Pflanzenkübel, eine Art Rollo zum Herunterziehen oder etwas anderes – Möglichkeiten gibt es hier viele. Wichtig ist, dass die Beschattungsvorrichtung immer mit den nötigen Abständen und den Lüftungsanforderungen der Kochgeräte vereinbar ist. Achte bei der Planung der Beleuchtung darauf, dass du nicht selbst beim Agieren in der Küche Schatten auf deine Arbeitsfläche wirfst.
Befestigung und Wasserablauf früh klären
Um die Bedachung sinnvoll auszuwählen und zu planen, müssen auch Untergrund und Hauswand in die Überlegungen miteinbezogen werden. Die Befestigung und die Fundamente müssen zur Konstruktion passen. Dabei gilt es auch, den Wind und winterliche Schneelasten am Standort zu bedenken.
Um lästige Pfützen an den falschen Stellen von vornherein zu vermeiden, muss außerdem geplant werden, wohin das Regenwasser abgeleitet wird. Damit die Rinnen und die Abläufe regelmäßig gereinigt werden können, müssen sie gut erreichbar bleiben.#
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