Küchenarmatur und Spülbecken

Küchenarmatur und Spülbecken

Die Küchenspüle gehört zu den zentralen Arbeitsplätzen in der Küche, umso wichtiger, dass sich Küchenarmatur und Spülbecken so gestalten, dass dir alle Arbeiten einfach von der Hand gehen!

Wasser spielt nicht nur in der Entstehung von Leben auf unserem Planeten eine wichtige Rolle, auch in der Küche ist die Arbeit ohne das Element undenkbar. Trinken, Kochen, Gemüse putzen, Dünsten, Spülen, Wäsche waschen, Wasser begleitet jede Handlung, die sich in der Küche abspielt. Wenn es ums Essen geht, ist die Spüle das Herz der Küche.

Damit all diese Prozesse reibungslos ablaufen, wurde die Küche im 20. Jahrhundert ordentlich durchdacht und systematisiert. So ist für den Wasserbereich in der Küche eine ganze Reihe an cleveren Lösungen entstanden, die uns die Küchenarbeit erleichtern. Heute können wir aus einer riesigen Vielfalt an Küchenarmaturen und Spülbecken für die Küche auswählen, für jeden Bedarf und Geschmack gibt es das passende Modell.

 

Spülbecken in der Küche: Formenvielfalt

Die Küchenspüle wird meistens als Einbauspüle in die Arbeitsplatte eingelassen. In den letzten Jahren sind jedoch Unterbauspülen in Mode gekommen, die unter die Arbeitsplatte gesetzt werden. Diese Spülbecken sehen nicht nur optisch toll aus, sondern vereinfachen auch die Reinigung und verhindern, dass sich Wasser unter dem Rand des Spülbeckens ansammelt. Der Bildung von Schimmel, insbesondere bei Arbeitsplatten aus Holz wird so vorgebeugt. Unterbauspülen werden dabei klassischerweise mit Arbeitsplatten aus Keramik, Glas, Beton oder Naturstein kombiniert.

Je nachdem, wie viel Platz vorhanden ist, kannst du zwischen verschiedenen Formen von Spülbecken wählen: Die Grundform variiert zwischen Ein- und Mehrbeckenspülen, daneben befindet sich nach Wahl noch ein Abtropfbereich. Die populärste Variante ist sicher das einfache Spülbecken mit Abtropffläche. Darüber hinaus hat sich die Küchenspüle zu einer Wissenschaft für sich entwickelt: von der Mehrbeckenspüle mit verschieden großen Becken für verschiedene Zwecke bis hin zu Spülbecken mit integrierten Behältnissen für organische Abfälle. Dabei lassen sich auch einfache Küchenspülen mit den richtigen Einsätzen aufwerten: Abtropfsiebe, Besteckkörbe, Arbeitsflächen... die Vielfalt an Spüleinsätzen ist groß.

 

Welches Material soll die Küchenspüle haben?

Edelstahl gilt als das beliebteste Material und ist sicher am weitesten verbreitet, auch weil Edelstahlspülen deutlich günstiger zu haben sind als die Konkurrenten aus Naturstein oder Keramik. Edelstahl lässt sich außerdem sehr einfach sauber halten, der Grund, warum es auch in Großküchen zum Einsatz kommt, wo hohe Hygienestandards Pflicht sind.

Spülbecken aus Natursteinen wie etwa eine Granitspüle werden meistens aufgrund ästhetischer Vorzüge gewählt. Das Material wirkt äußerst edel, ist dabei zugleich jedoch pflegeleicht und fast unzerstörbar. Der Nachteil: Das Material ist so hart, dass aus den Händen gleitendes Geschirr und Glas leicht zerbricht. Einige Hersteller bieten auch veredelte granitbasierte Spülen wie z.B. aus "Fragranit" oder "Silgranit" an, die im Vergleich zum Standardgranit höheren Ansprüchen an Pflege, Hygiene und Materialstandhaftigkeit gerecht werden sollen.

Eine Keramikspüle zählt zu den spannendsten Möglichkeiten auf dem Markt, da sie fast jede Form und Farbe annehmen kann. Das Material ist schmutzabweisend und die Oberfläche kratzfest, schnittbeständig sowie schlagresistent. Ein weiterer Vorteil: Kalkflecken sind auf einer Keramikspüle quasi unsichtbar - zumindest in ihrer klassischen weißen Variante.

 

Küchenarmatur: vom Klassiker zum Multi-Tasker

Ein Spülbecken ohne Küchenarmatur ist natürlich unvollständig, erst die Armatur macht die Spüle brauchbar. Dabei sind einfache Wasserhähne für die Küche heute selten geworden, die meisten Küchenarmaturen haben das ein oder andere Extra, welches den Abwasch und das Vorbereiten der Kochzutaten vereinfachen.

Mischbatterie, Schlauchbrause und Co.

Auch wenn es viele Leute gibt, die getrennte Regler für kaltes und heißes Wasser bevorzugen, für die meisten sind praktische Einhebelmischer der Standard nicht nur beim Duschen sondern auch als Mischbatterie in der Küche. Bei den Küchenarmaturen der neuesten Generation muss man den Wasserhahn kaum noch anfassen, die Steuerung erfolgt über Sensoren und berührungsempfindliche Touch-Felder.

Sehr beliebt sind Küchenarmaturen mit Brause oder Spiralfederarmaturen, bei denen ein ausziehbarer Auslauf in den Wasserhahn integriert ist oder der Auslauf durch die Feder flexibel ist. Diese Küchenarmaturen vereinfachen viele Arbeiten ungemein. Von Vorteil sind auch Spültischarmaturen mit hohem Auslauf, die viel Platz im Spülbecken darunter lassen und so das Abwaschen von sperrigen Küchenutensilien vereinfachen wie z.B. bei großen Schneidebrettern, Pfannen oder einem Wok.

Smarte Küchenarmaturen

Auch die Küche schreitet in großen Schritten voran, wenn es darum geht, mit smarten Anwendungen aufzuwarten. Zahlreiche Hersteller bieten beispielsweise Küchenarmaturen, die den Wasserkocher integriert haben. Auf Knopfdruck fließt heißes Wasser in der gewünschten Temperatur, der Vorteil ist die Einsparung von Zeit, Energie und Wasser. Was smarte Küchenarmaturen aktuell noch so bieten, haben wir euch auch schon in unserem Artikel zur Living Kitchen 2019 vorgestellt.

Vielfalt an Farben und Materialien auch für die Küchenarmatur

In Chrome, Messing oder als Komposit mit Keramik-Look, die Auswahl ist riesig auch was das Design von Küchenarmaturen angeht. Ganz egal, wie deine Küchenarmatur von außen aussieht: Achte darauf, dass du eine Armatur aus hochwertigem Material kaufst. Edelstahl ist in der Regel die beste Wahl, auch aus gesundheitlichen Gründen. Günstigere Armaturen können oft Blei absetzen.

Du magst es farbenfroh? Auch farbige Spültischarmaturen in Rot, Blau und vielen anderen Farben werden heute produziert und machen den Wasserhahn in der Küche zum Eye-Catcher mit Charakter.

 

Hochdruck- und Niederdruck-Armaturen für die Küche

Wenn du eine neue Küchenarmatur anbringen möchtest, ist die erste Frage aber zunächst: Brauche eine Hochdruck-Armatur oder eine Niederdruck-Armatur. Doch was ist der Unterschied?

Eine Niederdruck-Armatur benötigst du, wenn du dein heißes Wasser in der Küche über einen Boiler oder einen drucklosen Durchlauferhitzer beziehst. Die Geräte können bei einer falschen Armatur am Spülbecken sonst Schaden nehmen. Erfolgt die Warmwasseraufbereitung über eine Zentralheizung, bist du mit einer Hochdruck-Armatur richtig beraten, diese hält höherem Wasserdruck stand.

Welche Art von Küchenarmatur du an deinem Spülbecken montieren musst, erkennst du auch ganz einfach folgendermaßen:

  • Zwei Wasseranschlüsse (einer für Kaltwasser, einer für Heißwasser): Hochdruck-Armatur
  • Drei Wasseranschlüsse (einer für Kaltwasser, zwei für den Anschluss an den Boiler oder Durchlauferhitzer): Niedrigdruck-Armatur

 

Weitere Inspirationen und praktische Tipps zu einer gelungenen Küchenplanung findest du in unserem Blog.

 

Foto © Villeroy & Boch AG 2019

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