Naturstein in Küchen

Naturstein in Küchen

Die Verwendung von Naturstein in Küche und Interieur bringt eine edle Ästhetik mit sich und verwandelt jeden Raum in etwas ganz Besonderes. Muster und Struktur von Natursteinen sind unregelmäßig - das macht den Charme des Materials aus und verleiht Küchenoberflächen elegante Individualität. Zusätzlich zu ihren optischen Qualitäten sprechen jedoch auch einige praktische Aspekte für Natursteine.

Dabei haben sich für die Nutzung in der Küche Natursteine ganz unterschiedlicher Couleur etabliert, es dürfte also für jeden Geschmack etwas dabei sein. Wenn du darüber nachdenkst, Naturstein für die Küchenarbeitsplatte, den Boden oder auf anderen Oberflächen zu nutzen, oder dir ein Naturstein-Spülbecken wünschst, triff deine Entscheidung nicht nur nach der Optik. Auch die praktischen Aspekte wollen bedacht sein, wenn du lange Freude an deinen Naturstein-Flächen in der Küche haben möchtest.

Wir geben dir einen ersten Überblick über verschiedene Natursteine und deren Eigenschaften.

 

Welche Vorteile hat Naturstein in Küchen?

Zunächst ein paar Worte zur vielleicht wichtigsten Frage: Naturstein Küchenplatten sind deutlich teurer als solche aus Holz oder Kunststoffen, warum sollte ich mich also für Natursteine in der Küche entscheiden?

Neben dem ästhetischen Aspekt sprechen unschlagbare praktische Argumente für Natursteine in der Küche:

  • Natursteine sind nicht nur zeitlos schön, sondern bei der richtigen Pflege eben auch von langer Lebensdauer.
  • Natursteine sind überwiegend sehr hitzebeständig, heiße Pfannen und Töpfe lassen auch ohne Untersetzer keine Spuren.
  • Hinsichtlich der Kratzfestigkeit variieren die Natursteine stark, mit Holz können sie aber locker mithalten.
  • Natursteine sind sehr hygienisch: Sie sind schadstofffrei, lebensmittelecht und geruchsneutral.
  • Werden die Naturstein-Küchenplatten entfernt, hinterlassen sie keine umweltschädlichen Kunst- oder Verbundwerksstoffe bei der Entsorgung.

 

Marmor: äußerst edel, nicht sehr hart

Schon die alten Griechen setzten Marmor in ihren prunkvollen Bauten ein, auch heute noch gehört Marmor zu den beliebtesten Natursteinen in Architektur und Inneneinrichtung. Die Ausstrahlung dieses Natursteins ist unvergleichlich, im wahrsten Sinne des Wortes, denn aufgrund seiner teils fast exzentrischen Maserung und den vielen Farbtönen des Steins sind Arbeitsplatten aus Marmor wahre Unikate. Wer es stilvoll und edel mag, für den ist Marmor oft die erste Wahl.

Marmor hat eine poröse Oberfläche und ist daher anfällig für Flecken. Flüssigkeiten und insbesondere Säuren dringen in den Stein ein und verfärben ihn oder rauen die Oberfläche auf. Alles, was nicht klares Wasser ist, sollte also möglichst schnell weggewischt werden, eine regelmäßige Imprägnierung ist unbedingt erforderlich.

Der Naturstein ist zudem deutlich weicher als Granit, Kratzer und Schlagstellen können mit der Zeit durchaus entstehen. Gegen Hitze hingegen ist Marmor relativ unempfindlich, sonst würde der Parthenon-Tempel auf der Athener Akropolis wohl nicht mehr stehen.

 

Granit: der Robuste unter den Natursteinen

Granit ist sprichwörtlich unzerstörbar. Natürlich stimmt das nicht zu 100 Prozent, wer sich die Mühe machen sollte, dies mit den Zähnen zu testen, wird aber überzeugt sein. Messer & Co. können einer Oberfläche aus Granit relativ wenig anhaben, Granit ist deutlich robuster als andere Natursteine. Kratzer und Schnitte sind so gut wie ausgeschlossen. Eine Granit Arbeitsplatte ist daher die optimale Lösung für alle, die mit ihrer Küche nicht zimperlich umgehen.

Hitze kann Granit ebenso wenig anhaben wie Schnitte. Das Material ist härter als Marmor oder Schiefer. Doch auch hier gilt: Flüssigkeiten schnell aufwischen, sonst ziehen diese in den Naturstein ein. Eine regelmäßige Imprägnierung hilft, die Oberfläche zu schützen. Durch die feine Maserung können Granitplatten unruhig wirken, ob dies ästhetisch zum Rest der Küche passt, sollte also abgewogen werden und ist vor allem auch Geschmackssache.

 

Schiefer: die unebene Alternative

Schiefer unterscheidet sich zu fast allen anderen Natursteinen vor allem dadurch, dass die Oberfläche angeraut und dadurch uneben ist. Durch diese Struktur überzeugen Schiefer-Flächen mit einer besonderen Optik und Haptik, können in der alltäglichen Küchenarbeit jedoch hinderlich sein. Schmutzreste verfangen sich leichter in den feinen Unebenheiten und mitunter kann es vorkommen, dass Küchenutensilien leicht auf der Oberfläche wackeln.

Meist ist Schiefer dunkel, es gibt aber auch Schiefer-Platten in grau oder sogar in Rot- und Gelbtönen. Für Küchenplatten ist Schiefer weniger geeignet, der Naturstein ist empfindlich gegen Kratzer und bei Schlägen. Auf Schiefer-Platten fallende Gegenstände können leicht dazu führen, dass Stücke herausbrechen. Zu den guten Eigenschaften zählt die hohe Hitzebeständigkeit, im Vergleich zu Kalkstein ist Schiefer außerdem unempfindlicher gegen Wasserflecke.

 

Kalkstein: besondere Optik

Kalkstein ist relativ weich und daher anfällig gegenüber Kratzern und Schlagschäden. Auch Flecken entstehen schnell, denn der Naturstein nimmt Flüssigkeit sehr gut auf. Eine Imprägnierung hilft zwar, ändert jedoch nichts daran, dass Kalkstein für stark genutzte Arbeitsbereiche in der Küche eher nicht in Frage kommt.

Hitze kann Kalkstein hingegen wenig anhaben. Aufgrund der ruhigen und besonderen Optik des Natursteins entscheiden sich trotz der empfindlichen Oberfläche viele für diesen Naturstein in der Küche. In wenig genutzten Küchen oder als Küchenrückwand (Nischenrückwand) kann Kalkstein besondere Akzente in der Küche setzen. Auch als charakterstarke Bodenfliese ist Kalkstein in der Küche geeignet.

 

Naturstein in der Küche: Was sollte ich noch beachten?

Egal ob Marmor, Granit oder Schiefer, jeder Stein ist ein Unikat. Hin und wieder kommt es sogar vor, dass in Steinen wie Schiefer oder Sandstein Fossilien eingeschlossen sind - ein wahrer Hingucker. Es lohnt sich also, sich die Zeit zu nehmen, die eigene Naturstein-Platte selbst auszusuchen, sofern dies beim Händler möglich ist.

Natursteine sind keine Leichtgewichte

Wenn du deine bestehende Küche mit einer Naturstein-Arbeitsplatte aufwerten möchtest, solltest du eines nicht vergessen: Natursteine sind ein schweres Material. Deine vorhandenen Korpusse müssen dem Gewicht standhalten. Auch bei der Planung einer neuen Küche, sollte dieser Aspekt nicht vergessen werden und entsprechend robuste Unterschränke gewählt werden.

Naturstein Imprägnierung ist unerlässlich

Natursteine sind empfindlich gegen Säure und teils auch gegen Wasser. Eine regelmäßige Imprägnierung des Natursteins ist also ratsam, wenn du lange die Schönheit des Steins bewahren möchtest.

Pflegeleichte Alternativen zur Arbeitsplatte aus Naturstein

Wenn du ein Faible für besondere Materialien hast und etwas hochwertigeres und beständigeres als Kunststoff oder Holz für deine Arbeitsbereiche in der Küche suchst, sind eventuell auch Keramik und Quarzkomposit geeignete Alternativen. Sie sind deutlich pflegeleichter und sehr hitze- und kratzfest, haben jedoch nicht jenen individuellen Charakter, den Natursteine in die Küche bringen.

 

Foto © STRASSER Steine GmbH 2018

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