Küchenfronten: Holz, Lack, Kunstoff & Co. - Die Materialien

Küchenfronten: Holz, Lack, Kunstoff & Co. - Die Materialien

Die Küchenfronten spielen eine maßgebliche Rolle bei der Einrichtung deiner neuen Küche. Sie prägen die Ästhetik und Atmosphäre, je nachdem welche Farbe und welches Material du für die Möbelfronten wählst. Neben dem Klassiker ‚Hochglanz‘ gibt es noch viele weitere Varianten wie Beton, Echtholz oder Glas. DeinKuechenplaner.de verschafft dir einen Überblick.

Küchenschränke in ihrer Formenvielfalt

Kaum etwas in deiner Küche prägt den Raum so stark wie die Küchenelemente: Küchenschrank, Korpus und Küchenfronten bilden die Einheit, die sowohl die Raumaufteilung als auch den Küchenstil vorgeben.

Welche Küchenschränke wo platziert werden, ist zum einen  von deinem Bedarf an Stauraum und zum anderen von den räumlichen Gegebenheiten abhängig. Je mehr Platz zur Verfügung steht, desto größer der Spielraum bei der Verteilung der einzelnen Küchen-Unterschränke, Hochschränke oder eines Küchenkorpus für eine Kücheninsel.

Material für Fronten nach Stil, Funktion und Budget auswählen

Die Auswahl der Küchenfronten ist eine individuelle Geschmacksfrage. Allerdings ist es ratsam, bei der Auswahl des Materials für die Schranktüren auf funktionelle  Eigenschaften der verschiedenen Materialien und Flächen zu achten. Außerdem kann natürlich der Preis eine Rolle spielen.

Küchenfronten Alno

Die Atmosphäre in der Küche wird stark davon beeinflusst, welche Materialien in der Küche zum Einsatz kommen. Während Hochglanz-Fronten oder Küchenfronten aus Edelstahl eher kühl wirken, verbreiten Echtholz-Fronten oder Küchenfronten aus matt beschichteten Schichtstoffen eine warme, gemütliche Atmosphäre.

Berücksichtige der Farbgestaltung deiner Küche unbedingt die Schranktüren. Material und Farbe prägen maßgeblich den Stil deiner Küche. Mache dir zudem vorher Gedanken, wie viel Wert du auf die Pflegeleichtigkeit und Langlebigkeit deiner Küchenfronten legst. Hinsichtlich der verschiedenen Materialien für Küchenfronten gibt es hier nämlich große Unterschiede.

Küchenfronten aus Kunststoff

Bei Kunststofffronten gibt es drei gängige Varianten:

  • Folienfronten
  • Melaminharzfronten
  • Schichtstofffronten

Folienfronten sind sehr günstig und daher sehr beliebt. Für Folienfronten spricht außerdem die große Auswahl an Farben und Mustern. Da bei Folienfronten das Trägermaterial mit einer Kunststofffolie bezogen wird, kann praktisch jeder Farbton oder Druck hergestellt werden. Sonderanfertigungen sind aufgrund des niedrigen Preises jedoch selten.

Der Nachteil von Folienfronten: Die sind nicht sonderlich strapazierfähig. Kratzer oder Hitzeeinwirkungen können die Folien schnell beschädigen. Zudem sind Folienfronten nicht sehr langlebig, oft löst sich die Folie mit der Zeit von der  Trägerplatte.

Melaminharzfronten hingegen sind sehr robust und langlebig. Da sie ebenfalls in vielen unterschiedlichen Farben hergestellt werden, hast du eine große Auswahl, mit der du Akzente setzen kannst. Selbst intensive Sonneneinstrahlung kann der Farbe der Beschichtung nichts anhaben. Fronten mit Melaminharz-Beschichtung sind außerdem abriebbeständig. Das alles macht sie extrem pflegeleicht. Melaminharzfronten sind also eine gute, kostengünstige Wahl, wenn du deine Küche viel nutzt.

Schichtstofffronten wie die Phenolharz-Beschichtung sind die Premium-Variante unter den Kunststofffronten. Dabei wird in mehreren Schichten Phenolharz, Dekorpapier und eine transparente Deckschicht auf das Trägermaterial aufgebracht.

Küchenfronten aus Lack

Glatte Lackfronten zeichnen sich durch ihre hohe Widerstandsfähigkeit aus, sie sind gegen Nässe unempfindlich und auch Hitze oder scharfe Gegenstände können ihnen schwer etwas anhaben. Ähnliche Lackierverfahren werden auch bei Autolacken verwendet, Lackfronten sind also eine Anschaffung mit langfristigem Wert, die allerdings auch ihren Preis haben.

Bei Lackfronten wird direkt auf eine Trägerplatte ein spezieller Zwei-Komponente-Lack aufgetragen. Je nachdem, ob das Ergebnis eine matte Küchenfront oder eine Hochglanzfront sein sollen, variieren die Vorgänge beim Lackieren, Schleifen und Polieren leicht.

Küchenfronten mit Acrylbeschichtung oder aus massivem Acryl

Acrylfonten sind äußerst pflegeleicht und kratzfest. Sie sind vergleichbar widerstandsfähig wie Lackfronten und ähneln auch der Optik von Hochglanz-Lackfronten. Auch Acrylfronten gibt es in vielen verschiedenen Farben und Dekoren wie beispielsweise einer Holzoptik.

Bei Acrylfronten gibt es zwei Möglichkeiten. Die günstige Lösung: Ein Trägermaterial wird mit Acryl beschichtet. Die teure Lösung: Die Küchenschranktür wird komplett aus Acryl hergestellt.

Küchenfronten aus Holz Alno

Küchenfronten aus Echtholz

Fronten aus Massivholz oder Echtholz erleben in der letzten Zeit ein Revival. Der Trend geht wieder zu ursprünglichen, natürlichen Materialien, sodass Echtholzfronten nicht mehr nur für Küchen im Landhausstil genutzt werden. Küchenfronten aus Holz verbreiten eine wohnliche, warme Atmosphäre und können individuell gestaltet werden und ggf. auch leicht überarbeitet werden, zum Beispiel mit einer neuen Lackschicht.

Unterschied zwischen Massiv- und Echtholzfronten

Bei Massivholzfronten bzw. Vollholzfronten bestehen die komplette Küchenschranktür und oft auch der Korpus aus Vollholz, während bei Echtholzfronten lediglich Echtholzfurnier auf ein anderes Trägermaterial aufgebracht wird.

Da es eine große Vielzahl an heimischen und exotischen, hellen und dunklen Holzarten mit den unterschiedlichsten Maserungen gibt, lässt sich mit Echtholzfronten die verschiedensten Atmosphären in der Küche erzielen.

Küchenfronten aus Glas

Bei Glasfront in der Küche denken viele zunächst an die klassischen Oberschränke mit Glastüren mit Küchenschrankbeleuchtung.

Glas wird in den letzten Jahren allerdings für die Küche neu entdeckt. Jenseits der klassischen Vitrine und der Küchenrückwand aus Glas, wird es heute auch zur Herstellung kompletter Arbeitsplatten oder eben als Material für die Küchenfronten genutzt.

Glas hat viele Vorteile: Das Material ist hitzebeständig, hygienisch und kratzfest. Zudem ist es äußerst vielfältig, da es bedruckt, lackiert oder bearbeitet werden kann.

Edelstahlfronten

Edelstahl ist vor allem in Profi-Küchen extrem beliebt, denn das Material ist langlebig, hitze- und nässebeständig und vor allem extrem hygienisch. In Profi-Küchen bestehen daher oft die kompletten Küchenelemente inklusive der Arbeitsplatte aus Edelstahl.

Auch private Haushalte haben Edelstahl für die Küchenarbeitsplatte und Küchenfronten entdeckt. Bei der Herstellung von Küchenfronten aus Edelstahl wird in diesem Fall meist eine dünne Schicht des Materials auf ein Trägermaterial aufgebracht.

Edelstahlfronten verbreiten eine etwas kühle, sterile Atmosphäre. In modernen oder Designer-Küchen kann es jedoch zu einer besonderen Optik beitragen. Der Nachteil von Edelstahlfronten: Zum einen sind sie anfällig für Kratzer und zum anderen sind Fingerabdrücke rasch sichtbar.

Küchenfronten Alno

Küchenfronten aus Naturstein

Mit Küchenfronten aus Naturstein bewegen wir uns eindeutig in den exklusiveren Sphären der Küchengestaltung. Naturstein ist ästhetisch äußerst ansprechend und kann aufgrund der Vielfalt der verschiedenen Natursteine eine große Palette von Farben sowie verschiedene Eigenschaften aufweisen.

Bei exklusiven Küchen aus Naturstein werden für eine einheitliche Optik in der Regel sowohl die Küchenfronten als auch die Korpusse mit Naturstein verkleidet.

Lesetipp: Mehr zu den Eigenschaften verschiedener Stein erhältst du in unserem Artikel zu Naturstein in der Küche.

Küchenfronten aus Beton

Im exklusiven Segment bewegen sich ebenfalls Küchenfronten aus Beton. Dabei wird eine mehr oder weniger dicke Betonschicht auf ein Trägermaterial aufgebracht. Beton hat eine äußerst eigenwillige Ästhetik und ist besonders für Küchen im minimalistischen Design beliebt.

Küchenfronten aus Beton sind extrem pflegeleicht und robust, allerdings können sie durch Nässe Verfärbungen erleiden. Hier kommt es auch darauf an, wie der Beton bearbeitet und beschichtet wird.

Wer sich Beton aus ästhetischen Gründen wünscht, jedoch mit einem geringeren Budget arbeiten muss, findet auch Küchenfronten in Betonoptik. Diese bringen jedoch nicht die gleichen Materialeigenschaften mit.

Küchenfronten aus Keramik

Keramik ist ein Material, das für die Nutzung in der Küche hervorragende Eigenschaften mitbringt: extrem widerstandsfähig und robust, pflegeleicht, beständig gegen Hitze und Nässe und unempfindlich gegen Kratzer. Im Gegensatz zu Naturstein ist Keramik porenlos, was das Material außerdem extrem hygienisch macht.

Keramikplatten werden in vielen verschiedenen Farben und Designs hergestellt, der kreativen Küchengestaltung sind also kaum Grenzen gesetzt.

Aus diesen Gründen sind auch Keramik-Arbeitsplatten eine tolle Wahl für die Küche. Der Nachteil? Keramik ist sehr kostspielig.

Küchenkorpus: Standardmaterialien oder exklusive Ausstattung?

Außer für Küchenfronten stehen natürlich auch für den Korpus der Küchenschränke verschiedene Materialien zur Verfügung.

In der Regel wird der Küchenkorpus aus MDF-Platten (mitteldichte Faserplatten) hergestellt. Diese sind die kostengünstigste Variante für die Herstellung der Küchenschränke. MDF ist leicht zu verarbeiten und äußerst robust. Weil der Küchenkorpus außer beim Blick in den Schrank in der Regel nicht sichtbar ist, sind MDF-Platten für die meisten vollkommen zufriedenstellend. 

Einige Küchenhersteller, vor allem im niedrigeren Preissegment, verwenden auch Spanplatten statt MDF-Platten.

Küchenhersteller im mittleren oder höheren Preissegment bieten oft an, den Küchenkorpus aus Vollholz zu fertigen. Eine gute Wahl für Alle, die viel Wert auf natürliche Materialien legen.

Außerdem gibt es HPL-Platten (High-Pressure-Laminate). Diese sind auch unter den Namen Dekorlaminat oder Resopal und für die Verwendung von kostengünstigen Arbeitsplatten bekannt.

HPL-Platten werden jedoch eher für besondere Zwecke eingesetzt, zum Beispiel wenn durch ein offenes Regal Teile des Küchenkorpus sichtbar sind. Selbst dünne HPL-Platten sind erstaunlich robust

Wissenswertes rund um den Küchenkauf

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